Die Dicke deiner Finger verändert sich im Laufe des Tages je nach Temperatur und anderen Faktoren. Miss deine Ringgröße nicht an kalten Händen, da deine Finger dann am dünnsten sind. Um eine möglichst bequeme Passform zu erreichen, solltest du deine Ringgröße am Ende des Tages bei Raumtemperatur messen, wenn deine Finger am dicksten sind.
Gehe dabei wie folgt vor:
1) Nimm ein Stück Schnur oder einen maximal 1,5 cm breiten Papierstreifen zur Hand.
2) Wickele diese Schnur oder diesen Papierstreifen um deinen Finger. Achte darauf, die Schnur oder den Papierstreifen nicht zu eng anzulegen, da sich dein zukünftiger Ring noch leicht über die Knöchel ziehen lassen muss.
3) Markiere nun die Stelle, an der sich die Schnur oder das Papier überlappt.
4) Miss die Länge vom Anfang von Schur oder Papier bis zur Markierung.
5) Verwende das Messergebnis, um anhand unserer Größentabelle deine Ringgröße zu ermitteln.
Frage die Person nach ihrer Ringgröße.
Leihe dir den Ring der Person aus und schiebe ihn über eine konische Kerze. Markiere die Stelle, an der der Ring hängenbleibt, und miss gemäß den obigen Anweisungen den Kerzenumfang aus.

Die Farbe spielt eine wichtige Rolle bei der Bestimmung des Wertes eines Diamanten. Mit Ausnahme von Fancy-Farbdiamanten sind Diamanten umso wertvoller, je farbloser sie sind. Diamanten so klar wie farbloses Wasser sind am teuersten und haben eine GIA-Bezeichnung von D bis F, wobei D die höchste Farbklasse darstellt. Je weiter sich die Kennzeichnung in Richtung Z bewegt, desto farbiger ist der Diamant. Die Farbklassen werden in die Kategorien Colorless („Hochfeines Weiß +“ bis „Feines Weiß +“; D, E, F), Near Colorless („Feines Weiß“ bis „Leicht getöntes Weiß“; G, H, I, J), Very Light Yellow („Getöntes Weiß +“ bis „Getönt 1“; K, L, M), Very Light-Light Yellow (N bis Z) und Fancy Yellow (Z +) unterteilt.
Diamanten mit einer anderen natürlichen Farbe als Hellgelb, Hellbraun oder Hellgrau werden als Fancy-Diamanten bezeichnet. Diese können zum Beispiel rosa, purpurrot, grün oder blau sein. Fancy-Diamanten sind oftmals deutlich teurer als farblose Diamanten.

Je spärlicher, kleiner und unauffälliger Makel und Schönheitsfehler, desto höher der Wert des Diamanten. Zur Bestimmung der Reinheit eines Diamanten wird eine Lupe mit zehnfacher Vergrößerung benötigt. Die elf GIA-Reinheitsgrade (Gemological Institute of America) lauten wie folgt:
Fl (Flawless)
Der Diamant ist lupenrein, es gibt weder Einschlüsse noch äußere Fehler.
IF (Internally Flawless)
Der Diamant hat keine Einschlüsse und nur unbedeutende äußere Fehler.
VVS1 & VVS2 (Very Very Slightly Included)
Einschlüsse sind auch bei zehnfacher Vergrößerung nur sehr, sehr schwer zu erkennen.
VS1 & VS2 (Very Slightly Included)
Einschlüsse sind bei zehnfacher Vergrößerung schwer bis relativ leicht zu erkennen.
SI1 & SI2 (Slightly Included)
Auffällige Einschlüsse sind bei zehnfacher Vergrößerung leicht (SI1) oder sehr leicht (SI2) zu erkennen, nicht jedoch mit bloßem Auge.
I1, I2 & I3 (Imperfect)
Mit bloßem Auge sind Fehler „gerade noch“ (I1) bis „sehr leicht“ (I3) zu erkennen. Einige Diamanten der Bezeichnungen I1 und I3 können durch Ultraschallreinigung beschädigt werden oder aufgrund der Einschlüsse weniger stoßfest sein.

In der Regel ist ein Diamant umso teurer, je mehr Karat er hat. Karat ist eine Gewichtseinheit, ein Karat entspricht 0,2 g. Das Gewicht kleiner Diamanten wird häufig in Punkten angegeben, wobei ein Punkt 0,01 Karat entspricht. Ein Ring mit einem besonders hochwertigen Diamanten von 1 Karat kann über zehnmal so viel wert sein wie ein Ring mit einem 1-Karat-Diamanten von schlechterer Farbe, Reinheit und Schliffqualität.

Der Schliff eines Diamanten hat nicht nur Einfluss darauf, wie groß und glänzend er aussieht, sondern spielt auch eine wichtige Rolle bei der Bestimmung seines Preises. Runde Diamanten mit Brillantschliff haben normalerweise 58 Facetten. Je besser die Proportionen dieser Facetten, desto mehr Licht wird ins Auge des Betrachters reflektiert. Ein gut geschliffener Diamant funkelt heller als ein schlecht geschliffener Diamant. Diamantschliffe werden in „Tafelprozent“ angegeben, weshalb du dich stets nach diesem Wert erkundigen solltest. Bei einer zu breiten Tafel hat der Diamanten nur wenig Glanz oder Feuer. Ein guter Tafelprozentwert liegt zwischen 53 und 60 %. Der Schliff bezieht sich auch auf die allgemeine Form des Diamanten, die rund, oval, tropfenförmig, herzförmig, rechteckig, quadratisch oder ellipsenförmig sein kann.
(Alle Bilder wurden von MabelleLife zur Verfügung gestellt.)